Projekte

Sanierung Neunkirchner Schraubenwerke

Nach mehreren erfolglosen Sanierungsversuchen verfielen die Neunkirchner Schraubenwerke (vormals Brevilier & Urban AG) in Konkurs. Die Produktion wurde 1992 eingestellt. Zurück blieb ein ungenutzter Standort im Ausmaß von 65.000 m2 und 300.000 m3 Industriehallenvolumen im Zentrum der Stadt Neunkirchen. Im Jahr 1998 erwarb die Stadt Neunkirchen das Areal, um die Industriebrache zu sanieren und einer Nachnutzung zuzuführen.
Seit dem Jahr 1992 wurden mehrere Untersuchungskampagnen durchgeführt und der Standort 1999 als Altlast ausgewiesen. Darüber hinaus wurde durch die PORR UMWELTTECHNIK gemeinsam mit Partnern eine Sanierungsvariantenstudie mit Sanierungsuntersuchungen am Areal durchgeführt. Durch zahlreiche Aufschlüsse wurde mittels Baggerschürfen, Rammkernbohrungen und Bodenluftsondierungen ein dreidimensionales Schadstoffbild über das gesamte Gelände erarbeitet.
Als Kontaminationen wurden die für eine Schraubenfabrik typischen Verunreinigungen mit Kohlenwasserstoffen, PAK, Chrom, Nickel, Blei, Zink, Quecksilber, Cyaniden und chlorierten Kohlenwasserstoffen festgestellt.
Diese Kontaminationen stammten aus den Produktionsprozessen wie z. B. der Oberflächenbehandlung, aus Galvanikprozessen, aus der Verwendung von Schmier- und Schneidölen, aus einer Beizerei sowie aus dem betrieblichen Gaswerk. Die Schadstoffe wurden sowohl in der Gebäudesubstanz als auch im Untergrund vorgefunden.

Facts & Figures
Firma: Porr Umwelttechnik GmbH
Auftraggeber: Stadtgemeinde Neunkirchen
Stadt / Land: Neunkirchen, Österreich
Projektart: Altlastensanierung
Projektstatus: Fertiggestellt
Fertigstellung: 2003
Bauzeit: 48 Monate
Ansprechpartner: Mag. Stephan Hammer
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