Projekte

Sicher. Altlast Teerag-Asdag Simmering

Bei der Altlast W21 handelt es sich um einen Altstandort, auf dem seit 1914 Rohteer zu verschiedenen Teerölprodukten weiterverarbeitet wurde.

Bedingt durch Kriegsschäden sowie nutzungsbedingte oberflächliche Schadstoffeinträge existiert auf dem Betriebsgelände der Teerag-Asdag AG auf einer Gesamtfläche von ca. 13 Hektar eine Verunreinigung des Bodens und Grundwassers durch teerölspezifische Komponenten.

Auf Basis der Gefährdungsabschätzung und Sanierungsvariantenuntersuchung wurde eine Vollumschließung mit eingebauten Filterreakti-onswänden (Filterfenster) als technisch und wirtschaftlich sinnvollste Variante zur Sicherung der Altlast W21 ermittelt. Die Gesamtumschließung des Altstandortes wurde in technischer Hinsicht und aus Kostengründen als Kombination verschiedener Dichtwandtechnologien hergestellt. Die Umschließung, deren Länge ca. 1.450 lfm beträgt, wurde mindestens 1,50 m dicht in den Grundwasserstauer eingebunden, sodass die Schadstoffe eingekapselt sind.

Um den durch die Umschließung verursachten Aufstau und den Eingriff in das Grundwasserregime möglichst gering zu halten, wurden in die Dichtwand an strömungstechnisch günstigen Stellen 5 mit Aktivkohle befüllte Filterfenster dicht eingebunden. Das Grundwasser kann die Umschließung lediglich durch die freie Filterstrecke der Fenster passieren und verlässt gereinigt das Altlastenareal.

Die Filterfenster wurden durch überschnittene Großbohrungen DN 1500 bis in eine Tiefe von 15 m unter GOK hergestellt, in die anschließend vorgefertigte Spezialfilterrohre DN 1000 als Aktivkohlebehälter eingesetzt wurden.

Die Filterfenster zeichnen sich durch die optimale Reinigungsleistung hinsichtlich der vorliegenden gaswerkspezifischen Schadstoffe bei äußerst geringen Betriebs- und Wartungskosten aus. Die Reinigung des kontaminierten Grundwassers wird über Messpegel nachgewiesen, die sich in- und außerhalb der Umschließung unmittelbar vor den Aktivkohlefiltern befinden.

Durch die Sicherung der Altlast W21 kommt es zu einer nachhaltigen Verbesserung der regionalen Grundwasserqualität. Die eingesetzte Technologie eignet sich sowohl für die Sicherung von Grundwasser-kontaminationen mit gaswerkspezifischen Schadstoffen als auch für KW-, BTEX- und LHKW-Schäden.

Facts & Figures
Firma: Porr Umwelttechnik GmbH
Auftraggeber: Teerag-Asdag AG
Stadt / Land: Wien, Österreich
Projektart: Altlastensanierung
Projektstatus: Fertiggestellt
Fertigstellung: 2006
Bauzeit: 30 Monate
Ansprechpartner: DI Anita Angerer
zurück zur Übersicht