09.11.2015
Update Sprengung Voitsberg: Ursachenforschung durch ÖBH und Statiker voll angelaufen

ÖDK Voitsberg Drohnen Erkundungsflug. © BMLVS_LANG

 
Inzwischen haben die Experten des Österreichischen Bundesheeres gemeinsam mit dem auf Statikkonzepte für große Abbruchprojekte spezialisierten Statiker DI Martin Hammer vom Ziviltechnikerbüro Novotny Bauer & Parner mit der Besichtigung des Kesselhauses begonnen. Da aus Sicherheitsgründen das Betreten des Gebäudes nicht möglich ist, kommt eine Drohne zum Einsatz. Sie soll Detailaufnahmen liefern und Aufschluss über den Zustand der Tragkonstruktion geben.  Parallel werden in den Seitenbereichen Hubsteiger eingesetzt, damit sich die Sprengexperten und der Statiker – soweit möglich – auch persönlich ein Bild vom Inneren des Kesselhauses machen können. 
 
Gemeinsam mit der ARGE PORR-Scholz prüft das ÖBH derzeit alle technischen Möglichkeiten der weiteren Demontage des Bauwerks. Die Sprengung ist eine von mehreren Optionen. Eine definitive Entscheidung kann erst nach Vorliegen aller diesbezüglichen Gutachten getroffen werden. Mit den Detailauswertungen ist Ende der Woche zu rechnen. Sie bilden die Basis für die Festlegung der weiteren Vorgehensweise und der Zeitplanung. Die heute vom ÖBH kommunizierte Planungsdauer von drei Wochen können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht bestätigen. 
 
Ein Umstürzen des Kesselhauses durch die Schwerkraft kann derzeit nach wie vor ausgeschlossen werden. Geräusche, die heute Nacht teilweise hörbar waren, wurden durch das Absenken eines Teils der Gebäudefassade verursacht. Für die Bevölkerung besteht weiterhin keine Gefahr. 
 
Erklärtes Ziel aller Beteiligten ist es, das Kesselhaus so schnell wie möglich zu Fall zu bringen – allerdings gilt der Sicherheit nach wie vor oberste Priorität. 
 
Zu den Kosten, die in Folge der nur zum Teil planmäßig erfolgten Sprengung verursacht werden, können wir derzeit keine Aussage machen, da eine seriöse Kostenschätzung erst nach Vorliegen der Begutachtungsergebnisse erstellt werden kann. 
 
Sobald wir neue Erkenntnisse gewonnen haben, melden wir uns wieder mit einem Update. Zwei Fotos, die den heutigen Droheneinsatz zeigen, finden Sie beiliegend.
 
 
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