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Abbruch

Hamburg
Teilrückbau Müllverbrennungsanlage Stellinger Moor

Hamburg, Deutschland / 12.2016 - 06.2018

Die Müllverbrennungsanlage Stellinger Moor war von 1973 bis 2015 in Betrieb und diente der thermischen Verwertung von Siedlungsabfällen. Nach der Stilllegung wurden Teilbereiche der Anlage zurückgebaut. PORR Umwelttechnik übernahm in Arbeitsgemeinschaft die Schadstoffsanierung, Entkernung, Rückbau- und Aufbereitungsarbeiten.

Foto: Überblick über eine Baustelle, Baggerschaufel, Fachkräfte mit blauen Schutzhelmen, zum Teil noch intakte und zum Teil bereits abgetragene Gebäudeteile, im Hintergrund hoher Schornstein und Spezialabbruchbagger

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Umwelttechnik GmbH in ARGE

Projektart

Abbruch

Bauzeit

12.2016 - 06.2018

Auftraggeber
Stadtreinigung Hamburg AöR

Schadstoffsanierung, Rückbau und Materialaufbereitung einer Müllverbrennungsanlage

Selektiver Rückbau im laufenden Anlagenbetrieb

Der Leistungsumfang umfasste die Baustelleneinrichtung und Baustellensicherung, die Schadstoffsanierung, die Entkernung, den Rückbau von Bauwerken sowie die Aufbereitung und Verwertung von Materialien. Die Arbeiten wurden auf einem weiterhin genutzten Anlagengelände ausgeführt und mit den laufenden Betriebsabläufen abgestimmt.

Rückbau von 20 Anlagen- und Gebäudebereichen

Das Projekt umfasste insgesamt 20 Bauwerke und Anlagenteile mit einem Rückbauvolumen von rund 100.000 m³. Dabei wurden die betroffenen Bauwerke dekontaminiert, entkernt und zurückgebaut. Für 14 Gebäudeeinheiten erfolgte ein vollständiger Rückbau.

Rückbau eines 72 m hohen Schornsteins

Ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahme war der Rückbau eines 72 m hohen Schornsteins mit einem Spezialabbruchbagger. Darüber hinaus wurden drei Bauwerke vollständig unterirdisch zurückgebaut. Weitere Rückbauarbeiten betrafen unter anderem das Kesselhaus, die Turbinenhalle sowie den Schwerbau. Im Kesselhaus befanden sich zwei Kesselanlagen mit Höhen von jeweils rund 30 m.

Schadstoffsanierung und Dekontamination

Die Schadstoffsanierung umfasste unter anderem den Umgang mit Asbest, künstlichen Mineralfasern, Natronlauge, Salzsäure, gefährlichen Stäuben sowie weiteren anlagentypischen Stoffen. Für die Dekontaminationsarbeiten wurden gesonderte Arbeits- und Schwarzbereiche mit entsprechenden Abschottungen eingerichtet.

Aufbereitung mineralischer Baustoffe

Nach dem Rückbau verblieben rund 20.000 t mineralische Baurestmassen. Diese wurden durch eine Brechanlage auf dem Gelände aufbereitet. Ein Teil des aufbereiteten Materials wurde innerhalb des Baufelds für technische Schüttmaßnahmen eingesetzt. Überschüssige Materialien wurden entsprechend den projektspezifischen Entsorgungs- und Verwertungswegen abgeführt.

Grundlage für die weitere Standortentwicklung

Mit der Schadstoffsanierung, dem selektiven Rückbau der Anlagenbereiche sowie der Aufbereitung der Baustoffe wurden die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Standorts geschaffen. Die Arbeiten umfassten den Rückbau von Bauwerken, die Dekontamination belasteter Bereiche sowie die Aufbereitung der anfallenden Materialien.